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Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Prinzip des Systems

Das Prinzip des Hinterschnitt Systems
Foto/Grafik: FVHF
Das Prinzip des Hinterschnitt Systems

Vorgehängte, hinterlüftete Fassaden gehören heute zu den erfolgreichsten Fassadensystemen. Aktuelle Fassadenmarktstudien belegen, dass Architekten neben der funktionalen Sicherheit vor allem die gestalterischen Möglichkeiten einer vogehängten, hinterlüfteten Fassade schätzen.

Das System der vogehängten, hinterlüfteten Fassade erlaubt die Wahl unterschiedlichster Fassadenbekleidungen. Die Gestaltung der Fassade lässt sich auf diese Weise individuell auf die Charakteristik eines Gebäudes abstimmen. Auch Werkstoffkombinationen sind – mit dem Einsatz verschiedener Bekleidungswerkstoffe – leicht zu realisieren.

Die Fassadenbekleidung

Die Fassadenbekleidung
Foto: KEIL
Die Fassadenbekleidung

Für die Bekleidung der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade steht ein vielfältiges Spektrum an Werkstoffen zur Verfügung. Dauerhaftigkeit, Lichtechtheit und Frostbeständigkeit dieser Werkstoffe sind Grundvoraussetzungen für die zunehmend geforderte Langlebigkeit der Fassade.

Bewährte Werkstoffe sind Keramik, Feinsteinzeug, Natur­werkstein, HPL- und faserverstärkte Harzkompositplatten, Tafeln aus Faserzement,  u.v.m. Außerdem können Trägerplattensysteme für individuelle Applikationen mit Putz, Glas, Naturwerkstein und Keramik eingesetzt werden.

Das Klima

Das Klima
Foto: FVHF
Das Klima

Die Komponenten Dämmung (Wärme-, Kälte-, Brandschutz) und Bekleidung (Witterungsschutz) sind bei dem System der vogehängten, hinterlüfteten Fassade konstruktiv voneinander getrennt. Der zwischen den Komponenten angeordnete Hinterlüftungsraum regelt den Feuchtehaushalt im Baukörper: Bau- und Nutzungsfeuchte werden durch diesen Hinterlüftungsraum zuverlässig abgeführt. Feuchte Außenwände trocknen in kürzester Zeit aus. Dadurch ist dauerhaft ein optimales Innenraumklima sichergestellt.

Die Dämmung

Die Dämmung
Foto: KEIL
Die Dämmung

Das zweischichtige System der vorgehängten hinterlüfteten Fassade trennt konsequent die Funktionen Witterungsschutz und Dämmung. Üblich bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden ist der Einsatz mineralischer Dämmstoffe der Wärmeleitfähigkeitsgruppen 035 oder 032 für jede Gebäudehöhe und -nutzung. Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung werden ohne Weiteres erfüllt, denn systembedingt ist der Einbau von jeder geforderten Dämmstoffdicke möglich. Eine nachträgliche Erhöhung der Dicke ist unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls realisierbar.

Die Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion
Beispiel einer Unterkonstruktion – Foto/Grafik: KEIL
Die Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion ist das statische Bindeglied zwischen der tragenden Außenwand und der Fassadenbekleidung. Als Werkstoffe für die Unterkonstruktion stehen Aluminium und Holz oder eine Kombination aus beiden zur Verfügung. Mehrheitlich durchgesetzt hat sich der Werkstoff Aluminium. Aluminium-Unterkonstruktionen sind dreidimensional justierbar und legen sich zwängungsfrei um den Baukörper. Unebenheiten und Wandversprünge lassen sich zu einer absoluten Lot- und Waagerechten ausgleichen. Aluminium-Unterkonstruktionen können – auch bei nichtleitender Bekleidung – hochwirksam in das Blitzschutzkonzept integriert werden.


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